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von Dieter-Eberhard Maier, Gründungsmitglied und ehemaliger 1. Vorsitzender, Mönchweiler, Rektor i.R./Dr.h.c./USA und Manfred Laziok, ehemaliger 1. Vorsitzender
 

Die Gründungsversammlung fand am 23.2.1970 im Schützenhaus in St. Georgen statt, nachdem die beiden Sportfunktionäre, der bereits verstorbene Wilhelm Haug, Triberg und Dieter-Eberhard Maier, Mönchweiler, die beide im Kreistag des Landkreises Villingen im Kulturausschuss saßen sich Gedanken gemacht hatten, wie man den Jugendsport im damaligen Landkreis Villingen finanziell unterstützen könnte. Ein Gespräch mit Landrat Dr. Astfäller hatte zum Ergebnis, dass der Landrat gerne eine Lanze für den Jugendsport brechen würde, wenn es einen Ansprechpartner im Landkreis geben würde. Ein Name war gleich gefunden „Kreisjugendsportring Landkreis Villingen“. Man lud alle Sportvereine des Landkreises nach St. Georgen ein, um diese Institution zu gründen. Natürlich musste man erst einmal eine Gründungs-Vorstandschaft haben. Diese ergab sich aus den Vorschlägen der anwesenden Sportvereine. Die Gründungsversammlung wählte zum 1.Vorsitzenden Dieter-Eberhard Maier, Mönchweiler, der damit Ansprechpartner für den Landkreis war. Für 1970 wurden 10.000.- DM zur Förderung von rd. 70 Sportvereinen zur Verfügung gestellt. Die Mittel sind für die sog. Kreisschulsporttage in den Sportarten Leichtathletik, Schwimmen, Fußball, Ski nordisch und - alpin und Schützensport ausgegeben worden. Bezahlt wurden davon insbesondere Buskosten der Schulen, die Siegerurkunden und Preise, die Verpflegung (Wurst, Wecken, Getränke) und Verwaltungskosten. Gleich im ersten Jahr konnte man 1000 Teilnehmer unterstützen. Diese Schulsporttage fanden auch in der Zukunft regen Zuspruch. In den folgenden Jahren konnte der Jahreszuschuss verdreifacht werden, nämlich auf 30.000.- DM.
 
Der Nachbarkreis Donaueschingen wurde auf die sportlichen Tätigkeiten des Landkreises Villingen aufmerksam, weshalb auch dort am 17.2.1972 in Bräunlingen ein Kreisjugendsportring mit Klaus Berg, Furtwangen, als 1. Vorsitzenden gegründet wurde. Mit der Fusion der beiden Landkreise im Jahre 1973 bat Landrat Dr. Gutknecht die beiden Institutionen sich ebenfalls zu verschmelzen. Dies geschah dann auch im Kurhaus Bad Dürrheim in einem sehr feierlichen Rahmen und großer Aufmerksamkeit der Sportler aus nah und fern. Auch die Presse hatte die ganze Sache aufmerksam verfolgt und war vollzählig präsent, genauso wie eine Reihe Kreistagsabgeordnete. Dies war gut so, denn man wollte auch Mitglieder der einzelnen Parteien als Verantwortungsträger mit in die Vorstandschaft aufnehmen, was auch gelang.
 
So wurde die Fusion am 26.1.1973 verwirklicht mit folgender gemeinsamer Vorstandschaft:
 
1. Vorsitzender Dieter-Eberhard Maier, Mönchweiler
2. Vorsitzender Klaus Berg, Furtwangen
Schriftführer Herbert Weiß, Villingen
Schatzmeister Theo Brüner, Bräunlingen 
 
Damit wuchs die Zahl auf 145 Sportvereine mit rd. 11.700 Jugendlichen an.
 
Das Schwergewicht lag von Anfang an auf der Förderung des Jugendsports, in dem auf Kreisebene Veranstaltungen von „Jugend trainiert für Olympia“ durchgeführt wurden. Neben der Förderung des Schulsports in den beiden früheren Landkreisen Villingen und Donaueschingen, jetzt Schwarzwald–Baar–Kreis, konnten die zur Verfügung stehenden Mittel für weitere wichtige Vorhaben, wie Talentförderung, Jugendturniere, Freizeiten und Jugendbegegnungen der Vereine verwendet werden. Zusätzlich wurden zwischen 1972 und 1980 Jugendleiterlehrgänge unter der Leitung des 2. Vorsitzenden Klaus Berg durchgeführt, die sich großer Teilnehmerzahlen erfreuten. Man wollte keinesfalls als Konkurrenz zu den Fachverbänden auftreten, sondern für diejenigen Sportvereine eine Hilfestellung geben, die bisher für ihren Jugendleiternachwuchs keine Weiterbildungsmöglichkeiten sahen. Den Teilnehmern wurde am Ende des Lehrgangs nach bestandener Prüfung ein Zertifikat des KJSR mit Lichtbild ausgehändigt. Sehr beliebt waren auch die zahlreichen Skifreizeiten, die der KJSR in der Schweiz und in Frankreich alljährlich durchführte, sowie die Leistungsfreizeiten im französischen Olympiazentrum Vittel in den Vogesen. Schließlich ist noch die Talentförderung zu erwähnen. Dafür gab der KJSR den Sportvereinen alljährlich finanzielle Zuschüsse, insbesondere für solche Jugendliche, die sich für Badische, Württembergische oder Deutsche Meisterschaften qualifiziert hatten.
Man verbesserte mit den Jahren auch den Informationsfluss zu den inzwischen fast 300 Sportvereinen im Landkreis. Es war damals schon immer der Wunsch auf eine eigene Geschäftsstelle im Landratsamt. Dann wäre vieles leichter gewesen. Aber das war Wunschdenken.
 
Von 1979 bis 1987 wurde der Kreisjugendsportring von Klaus Berg als 1. Vorsitzenden geführt. Im März 1987 übernahm Rolf Gambeck den 1. Vorsitz. Anfang des Jahres 1993 gab es im Schwarzwald-Baar-Kreis rd. 400 Sportvereine mit rd. 22.000 Jugendlichen. Nach 16 Jahren im Amt des 1. Vorsitzenden gab Rolf Gambeck die Geschäfte an Manfred Laziok im März 2003 weiter. Ab 01.01. 2015 wurde Christian Noel Marin zum neuen Vorstand gewählt, der jedoch wegen beruflicher Veränderung bereits im September 2015 sein Amt an Wolfgang Hauger (Stellvertreter) abgab, der bis heute als Vorstand den KJSR führt.
 
Der KJSR konnte und kann bis zum heutigen Tage seine vielfältigen Aufgaben jedoch nur aufgrund der unzähligen ehrenamtlichen Helfer durchführen, weshalb ihnen an dieser Stelle sehr herzlich gedankt sei, ebenso gilt der Dank natürlich dem Landkreis, der immer ein offenes Ohr für die Belange der Sportjugend hatte und hat.
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